Donnerstag, 13. März 2008

If you're easily offended - don't read this post!


Hier ist ein Text, den ich gefunden hab. Bitte fühlt euch nicht vor den Kopf gestossen, ich fand ihn einfach schön.


"Ich träumte, ich hätte ein Interview mit Gott. "Du möchtest also ein Gespräch mit mir?", fragte mich Gott. "Wenn du Zeit hast", antwortete ich. Gott lächelte: "Meine Zeit ist die Ewigkeit. Welche Frage möchtest du mir stellen?" "Was erstaunt dich am meisten an den Menschen?", fragte ich. Gott antwortete: Dass sie der Kindheit überdrüssig werden und sich dann danach sehnen wieder Kind zu sein. Dass sie. um mehr Geld zu verdienen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und dann ihr Geld dafür ausgeben wieder gesund zu werden. Dass sie durch ängstliche Blicke in die Zukunft das Jetzt vergessen, so dass sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft leben. Dass sie leben als würden sie niemals sterben, um dann zu sterben als würden sie niemals gelebt haben." Dann wollte ich wissen: "Was möchtest du, dass wir lernen?"Gott antwortete mit einem Lächeln: "Dass man niemanden dazu veranlassen kann, jemanden zu lieben, sondern nur zulassen darf, geliebt zu werden. Dass es nicht förderlich ist sich mit anderen zu vergleichen. Dass eine reiche Person nicht diejenige ist, der am meisten hat, sondern vielleicht jemand, der das wenigste braucht. Dass es nur einige Sekunden dauert einem Menschen tiefe Wunden zuzufügen, jedoch viele Jahre um diese wieder zu heilen. Dass Vergebung durch gelebtes Vergeben geschieht. Dass es Menschen gibt, die sich tief und innig lieben, jedoch nicht wissen wie sie ihre Gefühle ausdrücken können. Dass zwei Menschen dasselbe betrachten können und es trotzdem unterschiedlich sehen. Dass es manchmal nicht genug ist Vergebung zu erhalten, sondern sich selbst zu vergeben. Und dass ich hier bin. Immer.""

Kommentare:

Martin hat gesagt…

Eigentlich bin ein wenig erstaunt, das Gott in dem Interview über die Paradoxien die das Leben als Mensch mit sich bringt erstaunt ist. Sind es nicht diese Ungereimtheiten die dem Menschen ermöglichen dauerhaft zu lernen und zu wachsen, weil diese Muster nicht logisch entscheidbar sind?
Dem zweiten Teil hätte ich gerne anders:
"Das man nur wirklich liebt wenn man nicht erwartet etwas zurück zu bekommen. Das es keinen Sinn macht sich über oder unter andere zu ordnen. Das eine reiche Person nicht diejenige ist die am meisten hat sondern die die so sein kann wie sie ist. Das man wenn man einem anderen Menschen wehtut immer etwas in einem selbst leidet. Das Vergebung unnötig wird wenn man seine eigenen Schwächen und Fehler kennt. Dass es Menschen gibt, die sich tief und innig lieben, jedoch verlernt haben ihre Gefühle auszudrücken. Das alles subjektiv ist und Objektivität nur eine Konvention. Das man aus seinen Irrungen am meisten lernen kann. Und das ich in allem bin. Immer."

Ich finde den Text aber auch so sehr schön.

Ingmän hat gesagt…

dein text ist wirklich sehr schön. Und irgendwie wahr!