Sonntag, 20. April 2008

Vollversammlung Protokoll vom 14.04





Angesetzt für 14 Uhr.

Nach einer halben Stunde sind wir um die 35 Personen.

1. Ob man den Boykott weitermacht.
Nach jüngsten politischen Ergebnissen sei dies fast schon ein Muß. Es würde noch über eine Amnesie- Regelung geredet (?), die Urabstimmung sei am 27. April und Christa Götsch habe gesagt, niemand würde entgültig „rausfliegen“. Man könne davon ausgehen, dass diese Regelung „durchkommt“, die Angstsituation falle weg.

...Allgemeine Euphorie...

Der Boykott werde weiter über den Asta laufen. Es bestünde kein Grund nicht zu boykottieren.
[...]
[/]Der Anwalt hat gesagt, dass eine Klage gegen die Exmatrikulationwegen unbillige Härte/Unverhältnismäßigkeit gute Aussichten auf Erfolg hat.[/]
Protokoll: "Es sei wichtig, beim Widerspruch keine Begründung zu schreiben.Wenn der Widerspruch abgelehnt würde, solle man anschließend klagen." [...]
[/nachtrag]
Wenn die Exmatrikulation kommt, muss das Wirksamwerden dieser herausgezögert werden: reicht einen begründungslosen Widerspruch ein und vermerkt darauf, dass ihr die Begründung nachreichen werdet. Das muss aber dann auch geschehen... man kann sich dabei natürlich etwas Zeit lassen. Kommt nach Abgabe der Widerspruchsbegründungen dann eine Widerspruchsablehnung, werden wir alle daraufhin Klage wegen Unverhältnismäßigkeit einreichen. Bis diese entschieden ist bleiben allerechtskräftig immatrikuliert.
[nachtrag/]

Auch wenn die Studiengebühren jetzt nachgelagert sind, heiße boykottieren nicht „absitzen“. Zwischeninfo: Köttering habe sich mit Hauskauf verschuldet und es sei nicht sicher, ob die Behörde seinen Vertrag verlängert.

Es sei wichtig eine aktive Pressegruppe zu haben, Aktionen zu planen, vielleicht Nacktbaden vorm Atlantik; Sachbeschädigung sei nicht so klug. Vielleicht sei es auch gut, wenn nicht immer die gleichen 30 Leute kämen, nicht nur Ehemalige...

Was die Handlungen der Hochschule angeht: Sie habe einem glauben gemacht, die Exmatrikulationen seien entgültig. Das war ein Bluff. Es helfe nichts zu Thiel zu gehen und ihn zu fragen, wie die Zahlen aussähen. Thiel lache sich kaputt und würde mit ernster Miene sagen: „Das sieht gar nicht gut aus.“

Jetzt gehe es nicht mehr darum „Wie kommen wir alle hier gut raus.“ Der Boykott war seltsamer weise bisher immer dann zu Ende, wenn die Fristen abliefen. Man sei immer noch abgesichert, die Anwälte stünden parat. Woher komme die Unsicherheit der Leute?

Eventuell aus „Wischi-Waschi“- Aussagen, gefälschten Zahlen. Es müsse einem klar werden, warum man das macht. Die Leute hätten sich schon gekümmert, es habe nur ein konkreter Anstoß gefehlt. Man habe nicht gewusst, was der Asta eigentlich macht. Viele würden sich engagieren wollen. Aber zuerst müsse man mit der Freiheit klarkommen, vor die man gestellt wird.

Da müsse man doch selber suchen. Man dürfe sich nicht darauf verlassen, dass das der Asta das erledigt. Ältere Semester sollten vielleicht erzählen, was vor ein paar Jahren noch alles da gewesen sei an Material, Ausstattung und Personal.
Wie solle man es schaffen, seine Forderungen nach diesen Dingen aufrecht zu erhalten, wenn man nicht mehr Student sei, sondern Auszubildender?
Die Ausbildung sei das Ende allen Forschens, Experimentierens und Ausprobierens.

Später sitze man auf den Schulden. Die Krankenkasse wird auch nicht billiger und dann werden Künstler wie jetzt schon von Hartz VI oder VII mit Ein-Euro-Jobs ausgezogen. Und Familie... habe man statistisch gesehen nicht. Werde die nächste Wirtschaftskrise von faulen Studentenkrediten ausgelöst?
Bei „Bachelor und Master“ handele es sich um das gleiche Problem. 900 Stunden im Semester abzuleisten...
Die Wände würden weiß.
Die Krankenkasse würde weiß, es gebe Pflichtversicherung.
Das Vorlesungsverzeichnis werde jedes Jahr dünner.
Es habe 2001 einmal 2000 Studenten und 27 Werkstätten an der HfbK gegeben.
Bei Abschaffungen und institutionellen Veränderungen werde erst gelogen, dann sei es Fakt.

Wie könne man Gremien und den Stupa besser nutzen? Wenn es freie Klassen gebe, sollten diese auch mit Inhalt gefüllt werden. Ebenso wie der Asta. Nicht wer, sondern was ist der Asta. Transparenz sei wichtig, ebenso wie offene Strukturen.
Strukturlosigkeit SEI die Struktur im Asta.
Wer würde Dinge erledigen, wie z.B. Buchführung und studentische Kommunikationsnetzwerke? Unentgeltlich?

Im letzten Sommer habe es Aktionsgruppen und 900 Leute im Verteiler gegeben. Wo sind sie? Warum gibt es kein Internet? Warum werden Einführungskurse nur einmal im Semester angeboten?

Man einigt sich auf Freitag und Montag als nächste Treffen.
Ende der Sitzung.

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