Dienstag, 8. Mai 2012

Produktion




Gestern war einer der anstrengendsten Tage dieser Woche, wenn nicht dieses Monats! Aber dafür ist CD-Cover fertig und damit meine erste CD auf dem Markt (die Veröffentlichungen von meinem ehemaligen Klavierlehrer lasse ich einfach mal unter den Tisch fallen). Sonntag Nacht habe ich die restlichen Linolblöcke geschnitten (es ist kein Linol, so ein komischen grellgrünes Plastikwabbelding) und Montag früh mit dem Druck angefangen. Es hat ewig gedauert und ich musste sogar ein Treffen mit einer Freundin absagen, sogar bei meinem Job habe ich nebenbei noch ein paar Inlays gefaltet, im Gehen! Aber jetzt sind 30 Cover fertig und ich kann durchatmen. Leider wurden gestern Abend keine verkauft, was schade ist, aber ich denke, dass sich das bestimmt bald ändern wird, sobald wir unser Publikum finden. 
Es ist wirklich nicht einfach, so ein relativ umfassendes Projekt neben dem Studium zu verfolgen, ohne selbiges in Gefahr zu bringen. Hinzu kommt, dass vieles erst gelernt werden muss und der Weg steinig und voller Rückschläge ist. Aber ich kann so viel daraus ziehen, dass es mir die Motivation für all die Dinge gibt, die nicht so gerne mache. Es macht mich einfach glücklich, die Konzerte, die Proben; zu sehen, dass man mit den wenigen Mitteln, die man hat, trotzdem etwas auf die Beine stellen kann. Meine Entscheidung, Lehrer zu werden, begründet sich zu einem großen Teil darin, künstlerisch eine gewissen Spielraum zu haben. Manche würden sagen, das höre sich so an, als finde man sich damit ab, nicht 'berühmt' zu werden, aber im Grunde ist das auch so. Warum nicht Ziele haben, die einem wirklich etwas bringen? Mein wichtigstes Ziel ist es, glücklich zu bleiben und dazu gehört, dass ich weiter produzieren kann, so gut oder schlecht, wie es mir gerade möglich ist. Natürlich ist es verlockend, mit Kunst viel Geld zu verdienen und das sogar schon während des Studiums, eine andere Form der Absicherung, wenn nicht die Form überhaupt. Das ist möglich und wer sich darauf konzentriert, kann es schaffen. Warum nicht du? Es gibt keinen Grund, negativ über Geld zu denken.
In meinem Zimmer türmt sich das Geschirr und ich bin froh, dass eine Sache erledigt ist,  ich aufräumen und weiter an meiner Psychologie-Arbeit schreiben kann. Es ist noch so viel zu tun. 

Kommentare:

Martin hat gesagt…

Geniales Cover. Wo kann ich das bestellen?

VG

LERKE hat gesagt…

Danke! Einfach eine Nachricht mit Anschrift senden an: ingefoertsch@gmx.de